Die Ursprünge der Archäologie als akademische Disziplin im 18. Jahrhundert: Christian Gottlob Heynes Göttinger Vorlesung „Über die Kunst der Antike“ und ihre Quellen
Das Projekt beleuchtet die Entstehungsphase der Archäologie als einer wissenschaftlichen Disziplin in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Archäologie-Vorlesung, die Christian Gottlob Heyne seit 1767 an der Universität Göttingen hielt. Schon seinen Zeitgenossen galt diese Veranstaltung als entscheidender Schritt zur Etablierung der Archäologie als eines systematisch strukturierten universitären Lehrfaches. Zentrales Element der Heyneschen Konzeption war die umfassende Verarbeitung der zu seiner Zeit vorliegenden und durch ihn in der Göttinger Universitätsbibliothek außerordentlich vollständig gesammelten altertumswissenschaftlichen Literatur.
Durch die Digitalisierung, Transkription und Inhaltserschließung von Vorlesungsmitschriften und die parallele Digitalisierung und Indexierung der zitierten Werke und Abbildungen wird Heynes Lehrveranstaltung als Kristallisationspunkt des archäologischen Wissens seiner Zeit erkennbar. Alle digitalisierten Materialien werden unter Einsatz aktueller Technologien (Semantic Web) integraler Bestandteil einer durch Interaktion der Nutzer geprägten Wissenschaftsinfrastruktur.
Stefanie Abraham, Stefan Jänicke
Letzte Änderung 23.04.2013