Liste der bedrohten Schätze

Naturwissenschaften und Medizin

Das bedeutendste Lexikon der Alchemie

Bild 1 zum Titel Das bedeutendste Lexikon der Alchemie Ruland, Martin:
Lexicon alchemiae s. dictionarium alchemisticum, cum obscuriorum verborum, [et] rerum hermeticarum, tum Theophrast Paracelsicarum, phrasium ... explicationem continens / Auct. Martino Rulando.
Francof. ad Moenum, 1612.

Signatur: 8° Chem. I, 789

Bild 2 zum Titel Das bedeutendste Lexikon der Alchemie

Martin Ruland d. J. (1569 - 1611) wurde als Sohn des Arztes Martin Ruland d. Ä. (1532 - 1602) geboren. Nach seiner Schulzeit am Lauinger Gymnasium illustre (heute: Albertus-Gymnasium) studierte er an den Universitäten Tübingen, Jena und Basel Medizin. Ruland d. J. promovierte 1592 in Basel und ging danach als Stadtphysicus nach Regensburg. Hier behandelte er auch den österreichischen Erzherzog Matthias, über vermutlich dessen Vermittlung Ruland d. J. 1607 als Hofmedikus und späterer Leibarzt des Kaisers Rudolf II. nach Prag kam. Ruland stand in engem, z. T. freundschaftlichen Austausch mit namhaften Zeitgenossen wie Caspar Bauhin, Andreas Libavius und Johannes Kepler. Er verstarb im Alter von 41 Jahren an dem von ihm selbst in seinem Werk „De perniciosa luis Hungaricae tecmarsi et curatione“ beschriebenen „ungarischen Fieber“. Das aus heutiger Sicht bedeutendste Werk Rulands ist sein 1612 postum erschienenes Lexikon der Alchemie, das auch in englischer Übersetzung veröffentlicht wurde. Es erläutert die alchemistische Terminologie und Symbolik und ist heute eine der bedeutendsten Quellen zur Erforschung der Alchemie.

Bild 3 zum Titel Das bedeutendste Lexikon der AlchemieZustandsbeschreibung: Der Ganzpergamentband mit durchgezogenen Bünden ist sehr verschmutzt und als Folge eines Wasserschadens stark beschädigt. Da die Bünde gebrochen sind, ist der Buchblock nicht mehr mit dem Einband verbunden, und die Heftung hat sich völlig aufgelöst. Die Papiersubstanz ist durch Mikroben und Schimmelpilze insbesondere im oberen Rückenbereich erheblich geschädigt. Die Buchseiten weisen im gesamten Buchblock größere Fehlstellen auf; der Einband ist ebenfalls im Rückenbereich abgebaut, und das obere Kapital fehlt.

Mit ihrer Hilfe … wird der vorhandene Pergamenteinband restauriert. Dazu werden neue Pappdeckel verwendet, die Fehlstellen im Pergament des Rückens werden unterlegt und die alten Deckelbezüge wiederverwendet. Der gesamte Buchblock wird trocken gereinigt, auseinander genommen und einer Nassbehandlung unterzogen. Die Fehlstellen im Papier werden durch Anfaserung ergänzt. Der Band wird neu geheftet und mit neuen säurefreien Vorsatzblättern versehen. Als Schutzbehältnis dient ein fester Schuber.

Restaurierungskosten: 2.482,34 Euro

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