Liste der bedrohten Schätze

Schöne Literatur und Philologie

Der kühne Held Theuerdanck

Bild 1 zum Titel Der kühne Held Theuerdanck Pfintzing, Melchior:
Der Aller-Durchleuchtigse Ritter, Oder Die Rittermässige[n] [...] Groß-Thaten, Abentheuer, Glücks-Wechslungen und Siges-Zeichen Deß [...] Heldens Maximiliani I. ... gar zierlich verfaßt [...] unter dem Nahmen Theur-Danck.
Augsburg ; [Ulm] : Schultes, 1693.

Signatur: 4 Hist. Germ. VI, 940

Bild 2 zum Titel Der kühne Held Theuerdanck

Maximilian I. von Habsburg (1459-1519), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, war ein bedeutender Mäzen und Stifter der Künste und Wissenschaften. Zugleich war er aber auch auf den Ruhm seiner Person und seines Hauses bedacht und dabei ganz den Idealen des Rittertums verpflichtet. An der Epochenschwelle zwischen Mittelalter und Neuzeit nutze er zu diesen Zwecken das neue Medium des Buchdrucks. Melchior Pfintzing galt lange Zeit als der alleinige Verfasser des „Theuerdanck“, einer 1517 erstmals erschienenen allgegorischen Verserzählung mit dem Kaiser als Protagonisten; diese Erzählung entstand indes aus einer Zusammenarbeit von Pfintzing, Kaiser Maximilian und dessen Schreiber Marx Treitzsaurwein. Die Attraktivität des Erstdruckes besteht in den meisterhaften Holzschnitten von Hans Leonhard Schäufelein, Hans Burgkmair und Leonhard Beck. Im Jahre 1679 war Matthäus Schultes, Verleger und Drucker in Augsburg, von einem Freund „in einer vornehmen Reichs-Stadt“ auf einen Stapel alter Holzdruckplatten aufmerksam gemacht worden, die dieser ziemlich verdreckt in einem „finstern Kärcker“ vorgefunden habe. Schultes, der eine der bilderlosen Ausgaben des „Theuerdanck“ besaß und von dem berühmten Druck von 1517 wusste, erkannte, was er vor sich hatte: die 118 Platten der „nunmehrs über die anderthalb hundert Jahren verlohren gewesnen Holtzschnitte[n]“. So gab 1679 Schultes den „Theuerdanck“ ein weiteres Mal heraus, sowohl in Augsburg in seinem eigenen Unternehmen als auch in Ulm, wo er bei Matthäus Wagner drucken ließ. Dies vorliegende Ausgabe besorgte Schultes im Jahr 1693; er fügte seinen beiden Ausgaben eine recht umfangreiche Biographie Maximilians I. bei.


 


 

Bild 3 zum Titel Der kühne Held TheuerdanckZustandsbeschreibung: Der Ganzlederband, welcher stark berieben und abgeschabt ist, wurde auf festen Rücken gearbeitet. Er zeigt Fehlstellen im Rücken, an den Ecken und im oberen Kapitalbereich, wobei das obere Kapital fehlt. Das Vorsatz ist im Falz eingerissen und mit der vorgesetzten Graphik verklebt.

Mit ihrer Hilfe … unterlegen wir die Fehlstellen am Einband mit Leder, was dem Original angepasst wird. Das fehlende Kapital wird nach Vorlage neu gestochen und angebracht. Die verklebte Graphik wird vom Vorsatz abgelöst und getrennt vom restaurierten Vorsatz wieder eingefügt. Der Band erhält einen festen Schuber.

Restaurierungskosten: ca. 793,00 Euro

Ich möchte eine Patenschaft für diesen Titel übernehmen.

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