Liste der bedrohten Schätze

Geschichte

Ein Augenzeuge der Zeit der Wirren

Bild 1 zum Titel Ein Augenzeuge der Zeit der Wirren Petreius, Petrus:
Historien und Bericht von dem Großfürstenthumb Muschkow [...].
Lipsiae : Bavarus, 1620.

Signatur: 8 Hist. Russ. 184/11

Bild 2 zum Titel Ein Augenzeuge der Zeit der Wirren

Im Jahr 1601 brach der schwedische Diplomat Peer Peerson (1570-1622) zu einer vierjährigen Reise in das Großfürstentum Moskau auf, um im Dienste des späteren schwedischen Königs Karls IX Informationen über die dortigen Verhältnisse zu sammeln, die als „Zeit der Wirren“ zwischen dem Ende der Rurikiden-Dynastie (1598) und dem Beginn der Romanow-Dynastie (1613) in die Geschichtsschreibung eingegangen sind. Als Gesandter des Königs kehrte er auch in den kommenden Jahren immer wieder nach Moskowien zurück und verfasste 1615 unter dem latinisierten Namen Petrus Petreius eine Darstellung über die jüngere Geschichte des Großfürstentums, die er aus eigener Anschauung, aus Berichten von Zeitgenommesn und durchaus auch aus deutlichen Anlehnungen an Conrad Bussows „Moskowitische Chronik“ bildete. In erweiterter Form übersetzte Peerson, den der deutsch-russische Gelehrte Friedrich von Adelung (1768-1843) als „einen der merkwürdigsten und reichhaltigsten Schriftsteller über die ältere Verfassung und Geschichte Russlands“ bezeichnete, sein Werk für diese 1620 in Leipzig gedruckte Ausgabe selbst in das Deutsche.

Bild 3 zum Titel Ein Augenzeuge der Zeit der WirrenZustandsbeschreibung: Der Ganzpergamentband mit Holzedeckeln weist stärkere Verfärbungen und Beschädigungen am Rückenbereich und an den Kanten auf. Die Pergamentbünde sind gebrochen, wodurch das Vorsatz und die erste und letzte Lage lose vorstehen und entsprechend verschmutzt sind. Das obere Kapital fehlt.

Mit ihrer Hilfe … reinigen wir den Pergamentband, unterlegen die Fehlstehlen und stechen das fehlende Kapital nach Vorlage neu. Die gebrochenen Bünde werden erneuert, das Vorsatz und die erste und letzte Lage des Buchblocks werden gereinigt und entsprechend vor- oder nachgeheftet. Der Band erhält zum Schutz einen Schuber.

Restaurierungskosten: ca. 828,50 Euro

Ich möchte eine Patenschaft für diesen Titel übernehmen.

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