Liste der bedrohten Schätze

Geographie und Reisebeschreibungen

Notizen eines Orientreisenden

Bild 1 zum Titel Notizen eines Orientreisenden Neitschitz, Georg Christoph von:
Sieben-jährige und gefährliche, Neu verbesserte Europae-Asiat- und Africanische Welt-Beschauung.
Nürnberg : Miltenberger, 1674.

Signatur: 8 Itin. I, 2351 [2]

Bild 2 zum Titel Notizen eines Orientreisenden

Im Jahre 1630 begab sich Georg Christoph von Neitschitz (um 1600-1637), Hofprediger des Herzogs von Schleswig-Holstein-Glücksburg, aus der Stadt Glücksburg an der Ostsee auf eine längere Reise gen Süden. Sie sollte ihn zunächst über Augsburg und Venedig bis nach Konstantinopel führen, wo er etwa ein Jahr verbrachte. Danach reiste er nach Wien und versuchte, von dort aus im Frühjahr 1634 nach Palästina zu gelangen, doch der Osmanisch-Polnische Krieg von 1633-1634 zwang ihn zunächst zur Umkehr. Nach längerem Aufenthalt in Pressburg brach er im Frühjahr 1636 zu einer erneuten Reise in den Orient auf, die ihn über Venedig, Korfu und Alexandria bis nach Kairo führte. Er besuchte u. a. die Pyramiden von Giseh und den Berg Sinai, bevor er dann über Beirut nach Jerusalem gelangte. Hier schiffte er sich nach Marseille ein, und über Genua, Pisa und Rom gelangte er wieder nach Wien. Von dort aus machte er sich schließlich auf den Heimweg nach Glücksburg. Neitschitz vertarb bald nach seiner Rückkehr 1637 und hinterließ seinem Bruder Rudolph ein relativ ungeordnetes und in mehreren Sprachen verfasstes Tagebuch seiner sieben Jahre dauernden Reise. Rudolph von Neitschitz beauftragte den Meißener Pastor Christoph Jäger (†1675) dann knapp 30 Jahre später mit der Bearbeitung und Herausgabe dieser Reisebeschreibung. Jäger ordnete den Text und ergänzte ihn um zahlreiche Zitate, Anmerkungen und Abbiludngen, und 1766 erschien die „Welt-Beschauung” zum ersten Mal im Druck. Das Werk erfreute sich großer Beliebtheit, und der Verkaufserfolg führte zu drei weiteren offiziellen Ausgaben im 17. Jahrhundert (1673, 1674 und 1686) sowie zu zahlreichen Nachdrucken, deren letzterer sogar erst 1753 erschien.

Bild 3 zum Titel Notizen eines OrientreisendenZustandsbeschreibung: Der Ganzlederband, bezogen mit einem zeitgenössischen Sprenkelleder, ist leicht deformiert und zeigt starke Gebrauchsspuren im oberen und unteren Kapitalbereich. Da beide Fälze des Einbandes beschädigt sind, wurden auch die Vorsätze in ihrer Funktion beeinträchtigt.

Mit ihrer Hilfe … lösen wir den vorhandenen Lederrücken ab. Nachdem ein neues Leder zur Verstärkung aufgebracht wurde, müssen die vorhandenen Originalrückenteile wieder aufgesetzt werden. Bei den vorhandenen Vorsätzen wird ein Papierfalz untergearbeitet, der zur Wiederherstellung der Verbindung von Buchblock und Einband dient. Der Band erhält einen festen Schuber.

Restaurierungskosten: ca. 955,00 Euro

Ich möchte eine Patenschaft für diesen Titel übernehmen.

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