Liste der bedrohten Schätze

Künste und Handwerke

Phantastische Symmetrie: Dietterlins Handbuch der Architektur

Bild 1 zum Titel Phantastische Symmetrie: Dietterlins Handbuch der Architektur Dietterlin, Wendel:
Architectura: de constitutione, symmetria, ac proportione quin[que] columnarum …
Nürnberg : [Caymox], 1598.

Signatur: 2° Math. Arch. I, 1365 Rara

Bild 2 zum Titel Phantastische Symmetrie: Dietterlins Handbuch der Architektur

Der Straßburger Künstler Wendel Dietterlin (eigentlich: Wendling Grapp, ca. 1550 - 1599) galt seinen Zeitgenossen als einer der besten Wand- und Fassadenmaler Süddeutschlands. Leider ist keines seiner großformatigen Kunstwerke erhalten geblieben. Anders verhält es sich indes mit diesem architektonischen Musterbuch, in dem Dietterlin die Regeln für die Konstruktion der fünf klassischen Säulenformen erläutert. Außergewöhnlich ist Dietterlins Werk insofern, als ihm mehr als 200 gestochene Architekturskizzen beigefügt sind, die die Verwendung der unterschiedlichen Säulenformen für allerlei Bauten, Gebälke, Fenster, Kamine, Portale, Brunnen und Wappen veranschaulichen: An Phantasiereichtum und Detailfülle stellten diese Entwürfe alles bisher Dagewesene in den Schatten. Bei der Darstellung der üppig geschmückten Gebäudeteile – die eigentlich unmöglich herzustellen waren, da Stein in dieser Form kaum zu bearbeiten gewesen wäre – finden sich Motive aus der griechischen und römischen Mythologie oder der biblischen Erzählungen ebenso häufig wie solche, die wohl Dietterlins eigener Phantasie entsprungen sind. Besonders eindrucksvoll sind etwa der humorvoll gestaltete Eingang einer Küche, bei dem ein dickbäuchiger, mit Messern und Löffeln bewaffneter und mit Brathühnern behängter Koch das gesamte Gebälk auf dem Kopf trägt, und ein Ofen in Form eines riesigen Elefanten, auf dessen Rücken speergerüstete Krieger reiten, umgeben von einem Panther, einem Affen und Papageien.

Bild 3 zum Titel Phantastische Symmetrie: Dietterlins Handbuch der ArchitekturZustandsbeschreibung: Der Einband des Ganzpergamentbandes ist verschmutzt und verzogen. Eine größere Fehlstelle zieht sich vom hinteren Deckel bis über den Rücken. Das Vorsatzpapier und die Spiegel sind verschmutzt und eingerissen.

Mit ihrer Hilfe … reinigen wir den Einband, unterlegen die Fehlstellen und bringen ihn wieder in die ursprüngliche Form. Nach der Papierrestaurierung werden die Vorsätze und Spiegel wieder in den Einband eingebunden. Zum Schutz des Pergamentbandes wird ein Schuber hergestellt.

Restaurierungskosten: 1.428,00 Euro

Ich möchte eine Patenschaft für diesen Titel übernehmen.

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