Liste der bedrohten Schätze

Künste und Handwerke

Schmankerl der salzburgischen Küche

Bild 1 zum Titel Schmankerl der salzburgischen Küche Hagger, Conrad:
Neues Saltzburgisches Koch-Buch. Für Hochfürstliche und andere vornehme Höfe / Clöster / Herren-Häuser / Hof- und Hauß-Meister / Köch und Einkäuffer; Wie auch für einschichtige / gesund und krancke Persohnen / nicht allein zu Hauß / sondern auch im Feld. Mit mehr als 2500 Speisen / und 318 in schönen Kupffer gestochenen Formen / aus eigener langwieriger praxi also eingerichtet ...
Augsburg : [Johann Jacob Lotter], 1718.

Signatur: 8º Oec. I, 3674 Rara

Bild 2 zum Titel Schmankerl der salzburgischen Küche

Es ist kein Phänomen des 20. Jahrhunderts, dass Spitzenköche zum Nachkochen anregen, ihre kulinarischen Geheimnisse preisgeben und ihre delikaten Kreationen in gedruckter Form feilbieten. Bereits in der Frühen Neuzeit pflegten berühmte Küchenmeister ihre Rezepte niederzuschreiben und zu veröffentlichen. So fasste auch der seinerzeit weithin bekannte Salzburger Stadt- und Landschaftskoch Conrad Hagger (1666 - 1747) zu Beginn des 18. Jahrhunderts den Entschluss, sein Wissen über die Kunst des Kochens an angehende und ausgebildete Köche weiterzugeben. Sein 1718 veröffentlichtes „Neues Saltzburgisches Koch-Buch“ war die umfangreichste deutschsprachige Kochanleitung seiner Zeit und enthält mehr als 2.500 Rezepte sowie über 300 gestochene Abbildungen von Speisen. Die acht Kapitel des Werks befassen sich jeweils mit verschiedenen Arten von Suppen und Pasteten, Backwaren und Torten, Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichten sowie Fastenspeisen; jedes von ihnen ist mit einem umfangreichen alphabetischen Register versehen. Hagger beschreibt neben noch immer bekannten und beliebten Speisen auch heutzutage eher ungewöhnlich anmutende Gerichte. Zu ersteren gehört sicherlich die Linzer Torte, deren Rezept hier erstmalig in Druckform festgehalten wurde: „Der gute und süsse Lintzer-Taig“ hat aus „Meel, Butter, Eyerdotter, Zucker, Mandeln und Limoni-Schalen“ zu bestehen. Ein Stich zeigt zudem, wie die noch heute typische, kunstvolle Gitterverzierung des Backwerks zu gestalten ist. Daneben stößt man aber auch auf verschiedene Zubereitungsarten für Eichhörnchen: Diese sollten entweder wie ein Kaninchen gebraten oder aber „mit einer kleingehackten Zwibel / oder Lemoni / mit wenig Wein /oder Eßig und Wasser / in einem guten Pfeffer-Brühlein“ gekocht werden.

Bild 3 zum Titel Schmankerl der salzburgischen KücheZustandsbeschreibung: Der Ganzlederband aus hellem Kalbsleder ist in einem desolaten Zustand. Das Leder ist stark berieben und weist große Fehlstellen auf.

Mit ihrer Hilfe … wird nach historischer Vorlage und unter Verwendung des vorhandenen Rückenschildes und der handgestochenen Kapitale ein neuer Kalbsledereinband angefertigt. Ein säurefreies Vorsatz wird vorgeheftet, und die Spiegel werden wieder verwendet. Der Band erhält zum Schutz einen Klappkasten.

Restaurierungskosten: 1.273,80 Euro

Ich möchte eine Patenschaft für diesen Titel übernehmen.

Zurück