Studie zeigt: Mehrheit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern befürwortet Open Peer Review

Mehr als 60 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befürworten Open Peer Review. Dies hat eine Studie herausgefunden, die im Rahmen des europäischen Großprojekts OpenAIRE2020 erstellt wurde, das die Implementierung und Umsetzung von Open Access in Europa und darüber hinaus zum Ziel hat. Hierbei wurde von Projektteilnehmenden aus Graz, Kassel und Göttingen zum ersten Mal großangelegt die Haltung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu Open Peer Review und Open Science erforscht.

Über 60 Prozent der mehr als 3.000 Befragten sind der Ansicht, Open Peer Review solle gängige Praxis sein. Wenngleich die Skepsis groß bleibt, Namen von Gutachterinnen und Gutachtern öffentlich zu machen, so sind die Zustimmungsraten zu Mechanismen für die Interaktion zwischen Reviewenden und Autoren, die Veröffentlichung von Gutachten und das crowd-sourcing für die Begutachtung hoch. Dabei zeigte sich außerdem, dass die Zufriedenheit mit verschiedenen Methoden des Peer Reviews sich zwischen den Disziplinen sehr unterscheidet. Die Göttinger Koautorin der Studie Dr. Birgit Schmidt sagt dazu: „Diese Ergebnisse sind sehr positive Anzeichen für Open Peer Review in den Mainstream vorzudringen. Jedoch zeigen sie auch, dass keine Standardlösung für alle Fächer wünschenswert ist, sondern allen wissenschaftlichen Communities aufmerksam zugehört werden müssen.“

Die Studie wurde am 13.12.2017 im Open Access Journal PLOS ONE veröffentlicht und ist dort frei abrufbar.

Ross-Hellauer, T., Deppe, A. & Schmidt, B. (2017). Survey on Open Peer Review: Attitudes and experience amongst editors, authors and reviewers. PLOS ONE.