Namensgeber ist Joachim Heinrich von Bülow, ein leidenschaftlicher Büchersammler des 18. Jahrhunderts. Der Celler Großvogt hinterließ eine umfangreiche Sammlung mit rund 9.000 Drucken, 37 Handschriften, 30 Inkunabeln sowie mehr als 2.000 Karten und Tabellenwerken. Nach seinem Tod überzeugte der erste Kurator der Universität, Gerlach Adolph von Münchhausen, die Erben, die Sammlung der jungen Universität zu überlassen. Sie bildete den wesentlichen Teil des Gründungsbestandes der Universitätsbibliothek. Bei deren Eröffnung im Jahr 1734 wurde sie im ersten Bibliothekssaal aufgestellt, der sich ungefähr an der Stelle des heutigen Bülow-Saals befand.
Als Zeichen des Dankes sollte die Bibliothek zunächst den Namen Bibliotheca Bülowiana tragen – eine Bezeichnung, die zwar nur wenige Jahre Bestand hatte, deren historische Bedeutung mit dem neuen Namen des Saals nun wieder sichtbar wird.
Der Bülow-Saal im Historischen Gebäude wird heute für Seminare und ausgewählte Veranstaltungen genutzt. Passend zur Umbenennung informiert eine neu gestaltete Vitrine vor dem Saal über den ersten Bibliothekssaal. Im Innenraum zeigen ausgewählte Abbildungen besondere Bestände aus der Bibliotheca Bülowiana und geben Einblicke in die Geschichte der frühen Universitätsbibliothek.
Weiterführende Informationen
Mehr über die Geschichte der SUB Göttingen erfahren Sie auf unserer Seite „Geschichte der SUB Göttingen“.
In unserem Sammlungskatalog finden Sie außerdem ausführliche Informationen zur Bibliotheca Bülowiana sowie zum Gründungsbestand der Universitätsbibliothek.

