Sammlungen

Wissen ist Kulturgut. Wir besitzen einen umfassenden historischen Bestand gedruckter Literatur von nationaler und internationaler Bedeutung, dazu Handschriften, Archivalien, Karten, Mikroformen und digitale Medien. Schwerpunkte sind beispielsweise die Verantwortung für das 18. Jahrhundert („Sammlung Deutscher Drucke“), aber auch für thematisch spezialisierte Sammlungen (z. B. fachliche Sammelschwerpunkte gedruckter Bestände und digitale Daten in Fachinformationsdiensten). Als Beitrag zur Bewahrung von Kulturgut gehört die Pflege dieser Sammlungen und der Aufbau neuer Sammlungen zu den wesentlichen Verpflichtungen der Bibliothek.

Beim Aufbau von Sammlungen orientieren wir uns an konkreten Forschungs-, Lehr- und Lernbedürfnissen. Dazu gehört die zielgerichtete Erwerbung von weltweiter Literatur für die Forschungs- und Lehrtätigkeiten von Wissenschaftler*innen der Universität Göttingen, aber auch das Sammeln von Publikationen, Forschungsdaten und Nachlässen von den Wissenschaftler*innen der Universität Göttingen. Weitere Sammelschwerpunkte sind Publikationen der Göttinger (Wissenschafts-) Verlage sowie Regionalliteratur Südniedersachsens und der angrenzenden Regionen.

Alle Sammlungen, insbesondere seltene oder einzigartige Sammlungsbestände, machen wir der nationalen und internationalen Wissenschaft zugänglich – vor Ort, überregional oder in digitaler Form.

Neue Zugänge zu Sammlungen etablieren

Die SUB Göttingen verantwortet wertvolle wissenschaftliche Sammlungen in analoger und digitaler Form. Der Auf- und Ausbau sowie das Bewahren dieser Sammlungen sind Kernaufgaben, die durch eine weit fortgeschrittene digitale Erschließung und datentechnische Aufbereitung flankiert sind. Sammlungsbestände des Göttingen Campus und nationale und internationale Sammlungen aller Art werden aktiv vernetzt.

Bis 2025 soll die ortsunabhängige und flexible wissenschaftliche Nutzung der Bestände massiv erhöht werden. Dazu sollen Angebote für kurzfristige und präzise Auskünfte zu Sammlungsbeständen sowie bedarfsgerechte Digitalisierungen auch von größeren Beständen für Forschende und Studierende neu ausgerichtet werden. Gleichzeitig sollen verstärkt neue Zugänge zum materiellen Sammlungsobjekt eröffnet werden, etwa durch die Unterstützung von materialwissenschaftlichen Analysen mit Geräten, Services und Expertise für Forschungsprojekte und zur Sicherung der wissenschaftlichen Überlieferung.

Planung

(a) Sammlungsnutzung erhöhen

  • Virtuelle Lesesäle aufbauen
    2022: Sammlungskatalog der SUB Göttingen für textbasierte Materialien in Göttingen
  • Vernetzung von Sammlungen stärken
    2022: Konzept für Sammlungsverantwortlichkeiten und Entwicklungsplanung

(b) Nutzungsformen des Materiellen profilieren

  • Materialwissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte setzen
    2022: Servicekatalog für Materialanalysen
    2022: Digitale Anwendungen für Provenienzen, Materialmerkmale und Bestandserhaltung