Wissensinfrastruktur

Wissen ist vernetzt. Alle unsere Angebote tragen zu einem weltweit verteilten System wissenschaftlicher Information bei – vergleichbar mit einem globalen Ökosystem. Wissen in all seinen Formen muss zuverlässig verarbeitet, verfeinert, gespeichert für die Verbreitung bereitstellt werden. Die Wissensinfrastruktur am Standort Göttingen basiert auf vielfältigen Prozessen für gedruckte und andere materielle Medien und für digitale Informationsressourcen sowie Werkzeuge. So sichert die SUB Göttingen zum Beispiel als zentraler Knotenpunkt für den nationalen Büchertransportdienst traditionell einen Teil der Literaturversorgung für ganz Deutschland. Hunderte von Webseiten und Datenbanken sowie teils hochspezialisierte Werkzeuge werden von der SUB Göttingen betrieben, um Studierenden und Forschenden in Göttingen zu helfen oder Bestandteil der Wissensinfrastrukturen in Niedersachsen, Deutschland, Europa oder weltweit zu sein.

Verbindlichkeit in der Wissensinfrastruktur stärken

Die traditionelle Infrastruktur der SUB Göttingen mit Lernraum und Regalen ist durch das Hinzukommen digitaler Services zu einer neuen Form von Wissensinfrastruktur herangereift. Hosting von Daten, Informationssysteme oder Software-Entwicklung bestimmen inzwischen große Teile dessen, was die SUB Göttingen ausmacht.

Bis 2025 wollen wir verbindliche und nachhaltige Strukturen und Prozesse für Wissensinfrastruktur schaffen, etwa durch interne Regelwerke oder Vereinbarungen mit Campuspartnern. Dies soll die Komplexität von Technologien reduzieren. Services wollen wir durchgängig belastbar dokumentieren und gemeinsam mit IT-Partnern planen.

Planung

(a) Regularien für die Organisation von Wissensinfrastruktur schaffen

  • Richtlinien und Policies erweitern
    2022: Richtlinie für lizenzpflichtige Forschungsdaten
    2022: Policy für Software-Entwicklung

(b) Dialog zur Wissensinfrastruktur fördern

  • Kommunikation auf dem Campus und darüber hinaus aktiv unterstützen
    2022: Regelmäßiges Bulletin zur Wissensinfrastruktur

(c) Struktur und Kultur für langfristige Datenpflege etablieren

  • Langzeitarchiv als Standard etablieren
    2022: Plan für Langzeitarchiv-Anbindung kritischer Datenbestände