E-Journals

Die Recherche der von der SUB Göttingen lizenzierten E-Journals erfolgt zum Beispiel direkt über den Göttinger Universitätskatalog (GUK). Bitte folgen Sie dem bei dem Zeitschriftentitel angegebenen Link „EZB“, um in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek Zugriff auf die Volltexte zu erhalten. Gegebenenfalls werden Ihnen verschiedene Lizenzen mit unterschiedlich lizenzierten Jahrgängen angezeigt. In der Regel ist ein externer Zugriff möglich, der dann eine Authentifizierung über Ihr Nutzerkonto der SUB Göttingen erfordert.

Dieses Video erklärt Ihnen, wie Sie auf die Online-Version einer Zeitschrift im Göttinger Universitätskatalog zugreifen können:

Video-Tutorial: E-Journals im Göttinger Universitätskatalog finden

Häufig gestellte Fragen zum „DEAL“-Projekt und zu Zeitschriftenartikeln des Elsevier-Verlags (Stand: 1.3.2019)

Was sind die Ziele des DEAL-Projekts?

DEAL verfolgt das Ziel, bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften (E-Journals) großer Wissenschaftsverlage ab dem Lizenzjahr 2017 abzuschließen. Dabei wird eine signifikante Änderung gegenüber dem gegenwärtigen Status Quo bei der Verhandlung, den Inhalten und der Preisgestaltung angestrebt:

  • Die DEAL-Teilnehmer bekommen dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) der ausgewählten Verlage.
  • Alle Publikationen von Autorinnen und Autoren aus teilnehmenden deutschen Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY Lizenz).
  • Angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.

Wer ist am DEAL-Projekt beteiligt?

Auftraggeber von DEAL ist die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, die durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vertreten wird. Zur Umsetzung des Projektes hat die Allianz eine Projektgruppe mit einschlägigen Expertinnen und Experten aus Universitäten und aus außeruniversitären Einrichtungen sowie einen Projektlenkungsausschuss konstituiert. Der Projektlenkungsausschuss besteht aus Mitgliedern der höchsten Leitungsebenen aus Universitäten und Hochschulen sowie aus außeruniversitären Einrichtungen; sein Sprecher ist HRK-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Hippler, der außerdem Vorsitzender der hochkarätig besetzten Verhandlungsgruppe ist. Am Projekt teilnahmeberechtigt sind alle, d. h. mehrere hundert deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Auch die Universität Göttingen gehört dazu und nimmt an DEAL teil.

Mit welchen großen Wissenschaftsverlagen wird verhandelt?

2016 bildeten Verhandlungen mit dem Elsevier-Verlag den Schwerpunkt der Verhandlungen. 2017 folgten die Verlage Springer Nature und Wiley. Ziel war der Abschluss von neuen Lizenzverträgen zum Jahresbeginn 2017 (Elsevier) bzw. 2018 (Springer Nature, Wiley).

Wie sind die Verhandlungen mit dem Verlag Wiley bislang verlaufen?

Die Verhandlungen mit Wiley verliefen errfolgreich. Nachdem auf Grund der Komplexität für 2018 zunächst eine Übergangsvereinbarung abgeschlossen wurde, kam es am 15. Januar 2019 zum Vertragsabschluss im Sinne von DEAL. Der Vertrag wurde mittlerweile veröffentlicht und sieht die folgenden Punkte vor:

  • Lesender Zugriff auf das volle Zeitschriftenportfolio zurück bis Jahrgang 1997. Für die vorherigen Jahrgänge gibt es bereits eine Nationallizenz.
  • Für die „Article-Processing-Charges“ in Gold-Open-Access-Zeitschriften werden deutliche Rabatte gewährt.
  • Die Berechtigungen für das hybride Open-Access-Publizieren („Wiley OnlineOpen“) beginnen ab 1. Juli 2019. Die Vorbereitungen für die erforderlichen administrativen Abwicklungsprozesse haben bereits begonnen.

Wie sind die Verhandlungen mit dem Verlag Springer Nature bislang verlaufen?

Im Dezember 2018 haben sich das Projekt DEAL und Springer Nature auf eine kostenneutrale Verlängerung der Verträge und Konditionen von 2018 für 2019 geeinigt. Der Zugang auf das E-Journal-Portfolio von Springer und die bisher lizenzierten E-Journals von Nature bleibt ohne Einschränkungen bestehen.

Wie sind die Verhandlungen von DEAL mit dem Elsevier-Verlag bislang verlaufen?

Die seit 2016 andauernden Verhandlungen mit Elsevier führten bislang weder zu einem Vertragsabschluss, noch zu Übergangsvereinbarungen. Elsevier besteht weiterhin auf erhebliche Preissteigerungen sowie hohe Zusatzgebühren für die Open-Access-Komponente.

Nachdem bereits zum Jahresende 2016 circa 60 Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland, zu denen auch die Georg-August-Universität Göttingen gehört, ihre Verträge mit Elsevier gekündigt hatten, war diese Zahl Ende 2017 bereits auf 200 angewachsen. Weitere Einrichtungen, die durch Mehrjahresverträge gebunden waren, sind 2018 gefolgt. Darunter auch die Max-Planck-Gesellschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft.

Wie wurden die Einrichtungen der Universität Göttingen über die Kündigung bestehender Verträge mit dem Elsevier-Verlag informiert?

Die Einrichtungen der Universität Göttingen wurden am 13.12.2016 per Schreiben durch das Universitätspräsidium und fortlaufend über die Website der SUB Göttingen informiert.

Wie ist der aktuelle Stand der Verhandlungen mit Elsevier?

Die Verhandlungen wurden unterbrochen (siehe Pressemitteilung der HRK vom 5.7.2018), nachdem Elsevier weiterhin und entgegen einer Absichtserklärung in Bezug auf einen künftigen DEAL-Vertrag nicht dazu bereit war, einen wissenschaftsadäquaten Leistungsumfang unter den Grundsätzen des Open Access anzubieten, der nachhaltig finanzierbar ist.

Welche Auswirkungen hat die Unterbrechung der Verhandlungen?

Elsevier, zu dem auch Cell Press gehört, hat daraufhin am 10.7.2018 die Zugänge zu den aktuellen Volltexten abgeschaltet, für die seit 2017 für die Georg-August-Universität Göttingen kein Lizenzvertrag mehr besteht.
Dadurch stehen an der Universität Göttingen — wie an den rund 200 weiteren deutschen Wissenschaftseinrichtungen — keine aktuellen Volltexte von Zeitschriften der Verlage Elsevier und Cell Press mehr zur Verfügung. An der Universität Göttingen handelt es sich um ca. 440 Zeitschriften und weitere 12 Titel des zu Elsevier gehörenden Verlags Cell Press.
Der Zugang zu den Göttinger Archivjahrgängen von Elsevier (bis einschließlich 2016; PDF 95 KB) und Cell Press (bis einschließlich 2017; PDF 179 KB) ist weiterhin  gewährleistet. Im Fall einzelner Göttinger Zeitschriftenpakete speziell aus den Wirtschaftswissenschaften (PDF 89 KB) ist der Zugang zu sämtlichen Volltexten entfallen.

Wie komme ich als Angehörige bzw. Angehöriger der Universität Göttingen an die archivierten Volltexte mit Standardlizenzen?

Der Zugriff auf die Archivjahrgänge von Zeitschriften mit Standardlizenzen ist weiterhin über die üblichen Zugriffswege (Kataloge, Elektronische Zeitschriftenbibliothek usw.) möglich. Ebenfalls besteht weiterhin die Möglichkeit, die Archive von außerhalb des Campus zu nutzen.

Und wie komme ich als Angehörige bzw. Angehöriger der Universität Göttingen an die übrigen Volltexte?

Wir haben für Sie vorerst einen kostenfreien Service eingerichtet: Bitte richten Sie Ihren Bestellwunsch bezüglich eines Aufsatzes aus den obengenannten 440 elektronischen Zeitschriften des Elsevier-Verlags, bei denen der Zugang entfallen ist, über das Formular an uns.
Die Kosten für Ihre Fernleihbestellung übernimmt die SUB Göttingen. Die Lieferzeit für eine Fernleihbestellung beträgt durchschnittlich 7 Tage. Sollte eine Lieferung im Rahmen der Fernleihe nicht möglich sein, werden wir uns darum bemühen, den Aufsatz auf einem anderen Lieferweg für Sie zu beschaffen. Leider ist die direkte Beschaffung des Aufsatzes beim Verlag davon ausgeschlossen.

Bitte beachten Sie:

  • Aus rechtlichen Gründen können wir Ihnen im Rahmen der Fernleihe leider kein PDF des von Ihnen bestellten Aufsatzes zusenden. Wir benachrichtigen Sie per E-Mail, sobald Sie die Papierkopie an einer der Servicetheken in unserer Zentralbibliothek oder in unseren Bereichsbibliotheken abholen können.
  • Selbstverständlich steht es Ihnen frei, auch selber eine Fernleihbestellung oder eine Bestellung über Dokumentlieferdienste aufzugeben. Eine Kostenübernahme durch die SUB Göttingen ist dann allerdings aus verwaltungstechnischen Gründen leider nicht möglich.

Hinweis zu den wirtschaftswissenschaftlichen Göttinger Zeitschriftenpaketen:

Gegebenenfalls sind Archivjahrgänge einzelner Zeitschriften im Rahmen der Nationallizenzen (in der Regel bis zum Jahr 2002) über die Elektronische Zeitschriftenbibliothek verfügbar.

Hinweis zum Teilen von Zeitschriftenartikeln:

Das OpenAIRE-Repository bietet eine Vielzahl von frei zugänglichen Artikeln, die auch geteilt werden können.

Welche zusätzlichen Möglichkeiten gibt es in meinem Fach?

Nutzen Sie Dienste wie Unpaywall, BASE, OpenAIRE oder Google Scholar zur Recherche, ob der von Ihnen benötigte Artikel z. B. auf einem Repositorium Open Access bereitsteht.
Oder nutzen Sie fachspezifische Repositorien wie beispielsweise arXiv, PubMed Central, Europe PMC oder econPaper.  
Weitere fachspezifische Informationen zu Open Access und ggf. geeignete Repositorien finden Sie auf den Seiten von open-access.net.

Wird DEAL in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Die Vielzahl von Beiträgen in unterschiedlichen Medien, u. a. auch in „Science“ und „Nature“ zeigt die breite Wahrnehmung von DEAL.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!

Allen Beteiligten ist bewusst, dass die Nicht-Verfügbarkeit von Zeitschriften des Elsevier-Verlags zunächst eine Einschränkung für Lehre und Forschung bedeutet. Der auf Basis des gemeinsamen Agierens vieler Forschungseinrichtungen aufgebaute Druck stellt nach Überzeugung aller Beteiligten die vorerst einzige Möglichkeit dar, zu einem für die deutsche Wissenschaft erfolgreichen Ergebnis der Verhandlungen zu kommen.

Stand der Informationen: 1.3.2019