E-Journals

Die Recherche der von der SUB Göttingen lizenzierten E-Journals erfolgt zum Beispiel direkt über den Göttinger Universitätskatalog (GUK). Bitte folgen Sie dem bei dem Zeitschriftentitel angegebenen Link „EZB“, um in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek Zugriff auf die Volltexte zu erhalten. Gegebenenfalls werden Ihnen verschiedene Lizenzen mit unterschiedlich lizenzierten Jahrgängen angezeigt. In der Regel ist ein externer Zugriff möglich, der dann eine Authentifizierung über Ihr Nutzerkonto der SUB Göttingen erfordert.

Häufig gestellte Fragen zum „DEAL“-Projekt und zu Zeitschriftenartikeln des Elsevier-Verlags

Was sind die Ziele des DEAL-Projekts?

DEAL verfolgt das Ziel, bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften (E-Journals) großer Wissenschaftsverlage ab dem Lizenzjahr 2017 abzuschließen. Dabei wird eine signifikante Änderung gegenüber dem gegenwärtigen Status Quo bei der Verhandlung, den Inhalten und der Preisgestaltung angestrebt:

  • Die DEAL-Teilnehmer bekommen dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) der ausgewählten Verlage.
  • Alle Publikationen von Autorinnen und Autoren aus teilnehmenden deutschen Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY Lizenz).
  • Angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.

Wer ist am DEAL-Projekt beteiligt?

Auftraggeber von DEAL ist die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, die durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vertreten wird. Zur Umsetzung des Projektes hat die Allianz eine Projektgruppe mit einschlägigen Expertinnen und Experten aus Universitäten und aus außeruniversitären Einrichtungen sowie einen Projektlenkungsausschuss konstituiert. Der Projektlenkungsausschuss besteht aus Mitgliedern der höchsten Leitungsebenen aus Universitäten und Hochschulen sowie aus außeruniversitären Einrichtungen; sein Sprecher ist HRK-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Hippler, der außerdem Vorsitzender der hochkarätig besetzten Verhandlungsgruppe ist. Am Projekt teilnahmeberechtigt sind alle, d. h. mehrere hundert deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Auch die Universität Göttingen gehört dazu und nimmt an DEAL teil.

Mit welchen großen Wissenschaftsverlagen wird verhandelt?

2016 bildeten Verhandlungen mit dem Elsevier-Verlag den Schwerpunkt der Verhandlungen. 2017 werden die Verlage Springer Nature und Wiley folgen. Ziel war bzw. ist der Abschluss von neuen Lizenzverträgen zum Jahresbeginn 2017 (Elsevier) bzw. 2018 (Springer Nature, Wiley).

Wie sind die Verhandlungen mit den Verlagen Springer Nature und Wiley bislang verlaufen?

Die Verhandlungen mit Springer Nature und Wiley verliefen konstruktiv, auf Grund der Komplexität konnten sie jedoch nicht bis zum Jahresende 2017 abgeschlossen werden. Für 2018 wurden daher zunächst Übergangsvereinbarungen abgeschlossen, der Zugang zu den bisher lizenzierten E-Journals von Nature und Wiley bleibt ohne Einschränkungen bestehen. Im Falle von Springer wird das Angebot auf des gesamte E-Journalportfolio des Verlags ausgeweitet. Abschlüsse im Sinne der Ziele von DEAL mit den Open-Access-Komponenten werden mit beiden Verlagen im ersten Halbjahr 2018 erwartet.

Wie sind die Verhandlungen von DEAL mit dem Elsevier-Verlag bislang verlaufen?

Die seit über einem Jahr andauernden Verhandlungen mit Elsevier führten bislang weder zu einem Vertragsabschluss, noch zu Übergangsvereinbarungen. Elsevier weiterhin auf erheblichen Preissteigerungen sowie hohen Zusatzgebühren für die Open-Access-Komponente.

Nachdem bereits zum Jahresende 2016 ca. 60 Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland, zu denen auch die Universität Göttingen gehört, ihre Verträge mit Elsevier gekündigt hatten, ist diese Zahl Ende 2017 bereits auf 200 angewachsen. Weitere Einrichtungen, die durch Mehrjahresverträge gebunden sind, werden 2018 folgen.

Wie wurden die Einrichtungen der Universität Göttingen über die Kündigung bestehender Verträge mit dem Elsevier-Verlag informiert?

Die Einrichtungen der Universität Göttingen wurden am 13.12.2016 per Schreiben durch das Universitätspräsidium und fortlaufend über die  Webseite der SUB Göttingen informiert.

Welche Auswirkungen hatte die Kündigung der Elsevier-Verträge für die Universität Göttingen 2017?

Nachdem Anfang Januar 2017 die Zugänge zu den Elsevier-Zeitschriften für ca. 3 Wochen unterbrochen waren, wurden diese Anfang Februar wiederhergestellt. Es gab in dieser Zeit nur eine sehr geringe Nachfrage zur Beschaffung von Artikeln über die Fernleihe.

Die Freischaltung wurde nicht seitens der Universität Göttingen veranlasst, die sich damit in einem vertragslosen Zustand befindet. Die Universität drängt weiterhin nachdrücklich auf einen zügigen Vertragsabschluss im Rahmen des Projekts DEAL.

Welche Auswirkungen wird die Kündigung der Elsevier-Verträge für die Universität Göttingen 2018 haben?

Auf Grund des derzeitigen vertragslosen Zustands ist jederzeit damit zu rechnen, dass die Volltexte der 440 ehemals an der Universität Göttingen lizenzierten Zeitschriften des Elsevier-Verlags nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Zugang zu den Archivjahrgängen (PDF 95 KB) der ehemals für die Universität lizenzierten Titel ist in der Regel gewährleistet. Es handelt sich hier um Standardlizenzen, die den Zugriff auf die Archive bis zum letzten lizenzierten Jahrgang beinhalten: Hier ist der Zugriff bis einschließlich Jahrgang 2016 weiterhin möglich.

Ab Januar 2018 sind auch die 12 Titel des zu Elsevier gehörenden Verlags Cell Press (PDF 179 KB) betroffen. Bei Cell-Press-Titeln werden die Archive bis einschließlich 2017 weiterhin zugänglich sein.
Im Fall einzelner Göttinger Zeitschriftenpakete (PDF 89 KB) speziell aus den Wirtschaftswissenschaften wird der Zugang zu sämtlichen Volltexten entfallen. Es handelt sich hier um Lizenzen für bestimmte fachliche Pakete ohne Zugriff auf Archive.

Wird DEAL in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Die Vielzahl von Beiträgen in unterschiedlichen Medien, u. a. auch in „Science“ und „Nature“ zeigt die breite Wahrnehmung von DEAL.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!

Allen Beteiligten ist bewusst, dass die voraussichtliche Nicht-Verfügbarkeit von Zeitschriften des Elsevier-Verlags zunächst eine Einschränkung für Lehre und Forschung bedeutet. Der auf Basis des gemeinsamen Agierens vieler Forschungseinrichtungen aufgebaute Druck stellt nach Überzeugung aller Beteiligten die vorerst einzige Möglichkeit dar, zu einem für die deutsche Wissenschaft erfolgreichen Ergebnis der Verhandlungen zu kommen.