Open-Access-Publikationsfonds

Open-Access-Publikationsfonds (deutsche Version - Stand 12/2013) 1,8 MBDer freie Zugang (Open Access) zu Forschungsergebnissen verbessert weltweit die Versorgung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Informationen und Daten sowie den Forschungstransfer. Förderprogramme unterstützen die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in genuinen Open-Access-Zeitschriften mit einem Fonds für Publikationsgebühren.

Durch diese Art der finanziellen Unterstützung versucht die Universität ihre Hochschulangehörige ausdrücklich darin zu ermuntern, Forschungsergebnisse auf dem Weg des Open-Access-Publizierens zu präsentieren.
Mit diesen online-Publikationen ermöglichen die Forschenden sofortigen Zugriff auf ihre wissenschaftliche Arbeit und steigern die Zitierrate ihrer Werke. Sie machen sich und und ihre Einrichtung nach außen hin sichtbarer.

Informieren Sie sich über die fördernden Institutionen und Initiativen.

Der Open-Access-Publikationsfonds der Universität Göttingen

Seit 2012 hat die Georg-August-Universität Göttingen einen Publikationsfonds eingerichtet, um ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das Publizieren in genuinen Open-Access-Zeitschriften zu ermöglichen, wenn Sie nicht über Publikationskosten aus Drittmitteln oder Fakultätsmitteln verfügen.
Erweitert wird diese Option zum Open-Access-Publizieren durch die Teilnahme der Universität Göttingen an transformativen Verlagsvereinbarungen.
So verfolgt z. B. das Projekt DEAL das Ziel, bundesweite Lizenzverträge für elektronische Zeitschriften großer Wissenschaftsverlage abzuschließen. Sie umfassen eine „reine“ Open-Access-Komponente und eine „Publish and Read“-Komponente. Forschende können dann auch in Zeitschriften mit nur teilweiser Open-Access-Bereitstellung, den sogenannten Hybrid-Zeitschriften, ihren Artikel Open Access publizieren.
2019 wurde ein Transformationsvertrag zwischen DEAL und Wiley abgeschlossen, sowie 2020 der Vertrag mit Springer Nature.

Warum werden nicht alle Open-Access-Kosten durch Fördermittel übernommen?

Die meisten Verlage bieten bei den Subskriptionsjournalen entsprechende Open-Access-Optionen (z. B. Elsevier Online Open, Routledge Open Select) an. D. h. der gleiche Artikel wird durch Subskriptions- und Open-Access-Publikationsgebühren finanziert. Da ein zweimaliges Bezahlen („double dipping“) für wissenschaftliche Inhalte in den abonnementfinanzierten Zeitschriften vermieden werden soll, war diese Option durch den Publikationsfonds in keinem Falle förderfähig. Im Rahmen von strategisch bedeutenden Transformationsverträgen (z. B. DEAL Wiley und DEAL Springer Nature) werden die Kosten zum lesenden Zugriff und zum Open-Access-Publizieren in einer Lizenzgebühr zusammengefasst und ähneln damit dem eigentlich nicht förderfähigen Open-Access-Publizieren in den Hybrid-Zeitschriften. Verlage und Infrastruktureinrichtungen wie die SUB Göttingen streben über diese Form der Vertragsgestaltung ein faires und zukunftsfähiges Finanzierungsmodell für das wissenschaftliche Publizieren im Open Access an.

Informationen zu allen bestehenden Abschlüssen finden Sie auf unserer Seite Verlagsvereinbarungen.

Finanzielle Unterstützung 2020 durch universitäre Fördermittel

Eine finanzielle Unterstützung von Artikelkosten aus dem Fonds 2019, die Beiträge mit Erscheinungsjahr 2019 betreffen, sind aus buchhalterischen Gründen nur bis zum 31.1.2020 möglich.

Bitte beachten Sie:

  • Für die Inanspruchnahme der Förderung darf der Rechnungsbetrag nicht zwischen zwei Forschungseinrichtungen oder Rechnungsnehmern aufgeteilt werden. Eine Rechnung, die über die Universität Göttingen abgewickelt werden soll, muss den gesamthaften Publikationsgebühren des Artikels entsprechen.

  • Bei Artikelkosten bis 2.000 Euro (brutto) kann eine vollständige Kostenübernahme erfolgen.

  • Bei Artikelkosten über 2.000 Euro (brutto) gilt:

    • Im Bereich der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden in 2020 die Kosten für einen Artikel von 2.000 Euro bis 5.000 Euro (brutto) vollständig übernommen (Sondermittel der UMG), allerdings nur für jeweils einen Artikel pro Abteilung im Kalenderjahr. Die Gebühren für weitere überpreisige Artikel in reinen Open-Access-Journalen müssen im folgenden Verlauf des Kalenderjahrs komplett von den Einrichtungen übernommen werden.
    • Die Kosten für Artikel aus den anderen Fakultäten (außer der UMG) werden zu jeweils 50% aus dem Publikationsfonds der SUB Göttingen und der Einrichtung aufgeteilt. Maximal kann der Publikationsfonds in einem solchen Fall 2.000 Euro (brutto) zur Verfügung stellen. Vorhandene Publikationsmittel aus Projekten müssen eingesetzt werden, ggf. auch mit einer höheren Summe, als es den 50% anteiligen Publikationskosten entspricht.

Unsere Informationsbroschüre informiert Sie in deutscher (PDF 1,8 MB) oder englischer (PDF 1,8 MB) Sprache über die wesentlichen Punkte.

Wir weisen darauf hin, dass Mittel zum Publizieren im Rahmen von Drittmittelprojekten zu beantragen und diese Mittel auch vorrangig zu nutzen sind, sowohl zur Übernahme der gesamten Publikationskosten als auch bei Bezuschussung durch den zentralen Publikationsfonds.

Fördervoraussetzungen

Sie sind Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler der Georg-August-Universität Göttingen und als „corresponding author“ oder „submitting author“ für die Bezahlung von Publikationsgebühren verantwortlich.

Sie publizieren in einer „reinen“ Open-Access-Zeitschrift.
Das Directory of Open Access Journal (DOAJ) weist solche Zeitschriften nach. Alle Artikel der Zeitschrift sind ohne Subskriptionsgebühr vollständig und unmittelbar mit Erscheinen weltweit kosten­frei zugänglich.

Die Zeitschrift hat ein nachvollziehbares und dem Fach entsprechendes Begutachtungsverfahren zur Qualitätssiche­rung (z. B. Peer Review).

Aufsätze, die in grundsätzlich subskriptionspflichtigen Zeitschriften mit Paid-Open-Access-Optionen (z. B. Elsevier Online Open, Routledge Open Select) erscheinen, können aus diesem Fonds nicht gefördert werden.

Nutzung des Publikationsfonds

Veröffentlichen mit dem Publikationsfonds

Beraten und Publizieren

Wir beraten Sie gern im Vorfeld über

  • Suche / Evaluation qualitätsgeprüfter Open-Access-Publikationswege
  • Fördervoraussetzungen
  • Kosten / Rechnungsstellung
  • Hilfestellung bei Verlagsverträgen

Rechnung

Haben Sie die Bestätigung, dass der Verlag Ihren Artikel veröffentlichen, dann schicken Sie bitte Ihre Rechnung über die Artikelgebühren an Frau Sabine Witt (E-Mail).

Falls Sie keine Rechnung erhalten, ist diese vom Verlag in der Regel direkt an die SUB Göttingen geschickt worden. Die SUB Göttingen hat inzwischen einige Verlagsvereinbarungen getroffen und hierbei eine zentrale Rechnungsabwicklung mit den Verlagen vereinbart. 

Bereits veröffentlichte Artikel können rückwirkend erstattet werden. Dazu benötigen wir eine Kopie der Rechnung. Diese können Sie ebenfalls bei Frau Sabine Witt (E-Mail) einreichen.

Hinweis auf die Förderung

Die Autorinnen und Autoren sind dazu angehalten, auf die Förderung hinzuweisen.

Sie können hierfür folgende Formulierung verwenden: „We acknowledge support by the Open Access Publication Funds of the Göttingen University.“