E-Journals

Die Recherche der von der SUB Göttingen lizenzierten E-Journals erfolgt zum Beispiel direkt über den Göttinger Universitätskatalog (GUK). Bitte folgen Sie dem bei dem Zeitschriftentitel angegebenen Link „EZB“, um in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek Zugriff auf die Volltexte zu erhalten. Gegebenenfalls werden Ihnen verschiedene Lizenzen mit unterschiedlich lizenzierten Jahrgängen angezeigt. In der Regel ist ein externer Zugriff möglich, der dann eine Authentifizierung über Ihr Nutzerkonto der SUB Göttingen erfordert.

Dieses Video erklärt Ihnen, wie Sie auf die Online-Version einer Zeitschrift im Göttinger Universitätskatalog zugreifen können:

Video-Tutorial: E-Journals im Göttinger Universitätskatalog finden

Häufig gestellte Fragen zum „DEAL“-Projekt und zu Zeitschriftenartikeln des Elsevier-Verlags (Stand: 10.6.2020)

Was sind die Ziele des DEAL-Projekts?

DEAL verfolgt das Ziel, bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften (E-Journals) großer Wissenschaftsverlage ab dem Lizenzjahr 2017 abzuschließen. Dabei wird eine signifikante Änderung gegenüber dem gegenwärtigen Status Quo bei der Verhandlung, den Inhalten und der Preisgestaltung angestrebt:

  • Die DEAL-Teilnehmenden bekommen dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) der ausgewählten Verlage.
  • Alle Publikationen von Autorinnen und Autoren aus teilnehmenden deutschen Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY Lizenz).
  • Angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.

Wer ist am DEAL-Projekt beteiligt?

Auftraggeber von DEAL ist die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, die durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vertreten wird.
Zur Umsetzung des Projektes hat die Allianz eine Projektgruppe mit einschlägigen Expertinnen und Experten aus Universitäten und aus außeruniversitären Einrichtungen sowie einen Projektlenkungsausschuss konstituiert. Der Projektlenkungsausschuss besteht aus Mitgliedern der höchsten Leitungsebenen aus Universitäten und Hochschulen sowie aus außeruniversitären Einrichtungen; sein Sprecher ist der ehemalige HRK-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Hippler.
Am Projekt teilnahmeberechtigt sind alle, d. h. mehrere hundert deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Auch die Georg-August-Universität Göttingen gehört dazu und nimmt an DEAL teil.

DEAL handelt im Einklang mit den Forderungen von PlanS und unterstützt die Verhandlungsprinzipien von LIBER. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit dem Projekt OA2020 sowie den Initiativen und Projekten in anderen Ländern.

Mit welchen großen Wissenschaftsverlagen wird verhandelt?

2016 bildeten Verhandlungen mit dem Elsevier-Verlag den Schwerpunkt der Verhandlungen. 2017 folgten die Verlage Springer Nature und Wiley. Ziel war der Abschluss von neuen Lizenzverträgen zum Jahresbeginn 2017 (Elsevier) bzw. 2018 (Springer Nature, Wiley).

Wie sind die Verhandlungen mit dem Verlag Wiley bislang verlaufen?

Die Verhandlungen mit Wiley verliefen erfolgreich. Nachdem auf Grund der Komplexität für 2018 zunächst eine Übergangsvereinbarung abgeschlossen wurde, kam es am 15.1.2019 zum Vertragsabschluss im Sinne von DEAL. Der Vertrag, der im Februar 2019 veröffentlicht wurde und dem die Universität Göttingen beigetreten ist, sieht in seiner dreijährigen Laufzeit die folgenden Punkte vor:

  • Lesender Zugriff auf das volle Zeitschriftenportfolio zurück bis Jahrgang 1997. Für viele Zeitschriften gibt es zudem bereits eine Nationallizenz für den Zugriff auf die vorherigen Jahrgänge.
  • Für die „Article-Processing-Charges“ in Gold-Open-Access-Zeitschriften wird ein Rabatt von 20% gewährt.
  • Seit dem 1.7.2019 ist auch das Publizieren von primären Forschungsartikeln und Reviews im Open Access in Subskriptionszeitschriften („Hybrides Open Access“; „Wiley OnlineOpen“) im Vertrag enthalten.
  • cOAlition S erkennt das „publish and read“ Modell des vorliegenden Abschlusses an. Damit besteht Kompatibilität zu PlanS.

Wie sind die Verhandlungen mit dem Verlag Springer Nature bislang verlaufen?

Nachdem für 2018 und 2019 zunächst Übergangsverträge ausgehandelt werden konnten, die den Zugang zum kompletten Zeitschriftenportfolio von Springer Nature gewährten, aber keine Publikationskomponenten enthielten, wurde am 8.1.2020 ein „publish and read“-Vertrag im Sinne von DEAL unterzeichnet. Die Universität Göttingen ist dem Vertrag Mitte Mai 2020 beigetreten.

Der Vertrag wurde Mitte Februar 2020 veröffentlicht und umfasst die folgenden Punkte:

  • Lesender Zugriff auf das volle Zeitschriftenportfolio (circa 1.900 Titel) von Springer, Palgrave, Adis und Macmillan Academic und ihrer Archive. Der Anschluss an bestehende DFG-Nationallizenzen für Springer-Zeitschriften sowie Lückenschluss bei neu hinzugekommenen Titeln wurde über einen DFG-geförderten Archivrechteerwerb realisiert. Nicht enthalten sind „Nature“ und „Nature-branded“ Journals sowie Magazine wie „Scientific American“; hierfür bestehen weiterhin die lokalen Lizenzverträge.
  • Bereits ab dem 1.1.2020 werden Artikel von korrespondierenden Autoren der teilnahmeberechtigten Einrichtungen in Subskriptionszeitschriften standardmäßig Open Access publiziert („Hybrides Open Access“, „Springer Open Choice“). Dies betrifft sowohl Research Articles (Original Paper, Review Paper, Brief Communication) als auch Non-Research Articles (Editorial Notes, Book Reviews, Letters, Reports). „Nature“ und „Nature-branded“ Journals sind nicht Bestandteil des Vertrags.
  • Das Publizieren in den reinen Open-Access-Zeitschriften (circa 600 Titel von Biomed Central und Springer Open sowie „Nature Communications“ und „Scientific Reports“) wird ab dem 1.8.2020 Vertragsbestandteil. Bis dahin können die Publikationen dort wie bisher über den Publikationsfonds der Universität Göttingen abgewickelt werden. Für die „Article-Processing-Charges“ in Gold-Open-Access-Zeitschriften wird ein Rabatt von 20% gewährt (außer für „Nature Communications“ und „Scientific Reports“).
  • cOAlition S erkennt Publikationen an, die über Open-Access-Transformationsverträge frei verfügbar werden (also z. B. über die DEALVerträge).

Auf der Webseite des Projekt DEAL finden Sie weitere Informationen zum Vertrag mit Springer Nature.

Wie sind die Verhandlungen von DEAL mit dem Elsevier-Verlag bislang verlaufen?

Die seit 2016 andauernden Verhandlungen mit Elsevier führten bislang weder zu einem Vertragsabschluss, noch zu Übergangsvereinbarungen. Elsevier besteht weiterhin auf erhebliche Preissteigerungen sowie hohe Zusatzgebühren für die Open-Access-Komponente.

Nachdem bereits zum Jahresende 2016 circa 60 Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland, zu denen auch die Georg-August-Universität Göttingen gehört, ihre Verträge mit Elsevier gekündigt hatten, war diese Zahl Ende 2017 bereits auf 200 angewachsen. Weitere Einrichtungen, die durch Mehrjahresverträge gebunden waren, sind 2018 gefolgt. Darunter auch die Max-Planck-Gesellschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft.

Wie wurden die Einrichtungen der Universität Göttingen über die Kündigung bestehender Verträge mit dem Elsevier-Verlag informiert?

Die Einrichtungen der Universität Göttingen wurden am 13.12.2016 per Schreiben durch das Universitätspräsidium und fortlaufend über die Website der SUB Göttingen informiert.

Wie ist der aktuelle Stand der Verhandlungen mit Elsevier?

Die Verhandlungen wurden unterbrochen (siehe Pressemitteilung der HRK vom 5.7.2018), nachdem Elsevier weiterhin und entgegen einer Absichtserklärung in Bezug auf einen künftigen DEAL-Vertrag nicht dazu bereit war, einen wissenschaftsadäquaten Leistungsumfang unter den Grundsätzen des Open Access anzubieten, der nachhaltig finanzierbar ist.

Welche Auswirkungen hat die Unterbrechung der Verhandlungen?

Elsevier, zu dem auch Cell Press gehört, hat daraufhin am 10.7.2018 die Zugänge zu den aktuellen Volltexten abgeschaltet, für die seit 2017 für die Georg-August-Universität Göttingen kein Lizenzvertrag mehr besteht.
Dadurch stehen an der Universität Göttingen — wie an den rund 200 weiteren deutschen Wissenschaftseinrichtungen — keine aktuellen Volltexte von Zeitschriften der Verlage Elsevier und Cell Press mehr zur Verfügung. An der Universität Göttingen handelt es sich um ca. 440 Zeitschriften und weitere 12 Titel des zu Elsevier gehörenden Verlags Cell Press.
Der Zugang zu den Göttinger Archivjahrgängen von Elsevier (bis einschließlich 2016; PDF 95 KB) und Cell Press (bis einschließlich 2017; PDF 179 KB) ist weiterhin  gewährleistet. Im Fall einzelner Göttinger Zeitschriftenpakete speziell aus den Wirtschaftswissenschaften (PDF 89 KB) ist der Zugang zu sämtlichen Volltexten entfallen.

Wie komme ich als Angehörige bzw. Angehöriger der Universität Göttingen an die archivierten Volltexte mit Standardlizenzen?

Der Zugriff auf die Archivjahrgänge von Zeitschriften mit Standardlizenzen ist weiterhin über die üblichen Zugriffswege (Kataloge, Elektronische Zeitschriftenbibliothek usw.) möglich. Ebenfalls besteht weiterhin die Möglichkeit, die Archive von außerhalb des Campus zu nutzen.

Und wie komme ich als Angehörige bzw. Angehöriger der Universität Göttingen an die übrigen Volltexte?

Aufgrund der Schließung der Bibliotheken der Universität Göttingen und ihrer Services im Rahmen der Entwicklungen Corona-Pandemie kann derzeit kein Dokumentlieferservice erfolgen.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Welche zusätzlichen Möglichkeiten gibt es in meinem Fach?

Nutzen Sie Dienste wie Unpaywall, BASE, OpenAIRE oder Google Scholar zur Recherche, ob der von Ihnen benötigte Artikel z. B. auf einem Repositorium Open Access bereitsteht.
Oder nutzen Sie fachspezifische Repositorien wie beispielsweise arXiv, PubMed Central, Europe PMC oder econPaper.  
Weitere fachspezifische Informationen zu Open Access und ggf. geeignete Repositorien finden Sie auf den Seiten von open-access.net.

Wird DEAL in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Die Vielzahl von Beiträgen in unterschiedlichen Medien, u. a. auch in „Science“ und „Nature“ zeigt die breite Wahrnehmung von DEAL.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!

Allen Beteiligten ist bewusst, dass die Nicht-Verfügbarkeit von Zeitschriften des Elsevier-Verlags zunächst eine Einschränkung für Lehre und Forschung bedeutet. Der auf Basis des gemeinsamen Agierens vieler Forschungseinrichtungen aufgebaute Druck stellt nach Überzeugung aller Beteiligten die vorerst einzige Möglichkeit dar, zu einem für die deutsche Wissenschaft erfolgreichen Ergebnis der Verhandlungen zu kommen.

Stand der Informationen: 10.6.2020